Olympiasieger von heute und morgen in Bad Köstritz

Ehe sich am Sonntag die weltbesten Werfer an der Weißen Elster ihr Stelldichein geben, sind die Nachwuchs-Hammerwerfer gefragt.

Veronika Rathke (v. l.) vom LAV Elstertal Bad Köstritz, Ole Krämer, Lars Böttcher und Werner Vöckler präsentieren den Pokal des CWK Hammerwurf-Cups. Foto: Holger Zaumsegel

Ole Krämer hat Talent. Nur Wenige können den Hammer mit 14 Jahren so weit werfen wie er. Über 50 Meter schleuderte er sein Sportgerät in dieser Saison bereits.

So weit soll es am besten auch am Sonntag gehen, wenn der CWK Hammerwurf-Cup ab 10 Uhr im Bad Köstritzer Leichtathletik-Stadion seine zweite Auflage erlebt. "Im vergangenen Jahr habe ich etwas unter 40 Meter geworfen", erinnert er sich an seinen damaligen Beitrag zum Gesamtsieg des Ostthüringer Hammerwurfzentrums Bad Köstritz/LV Gera. Insgesamt flogen die Hämmer auf 307 Meter. In drei Altersklassen – der U 14, 16 und 18 – standen je zwei weibliche und männliche Athleten im Ring, wie in diesmal auch. Damals warf Ole Krämer noch mit dem ein Kilogramm leichteren Hammer.

Umso erstaunlicher ist seine Leistungssteigerung, über die sich auch sein Trainer Werner Vöckler besonders freut. Er überreicht seinem Schützling deshalb auch stolz die Startnummer eins für den Wettbewerb. "Der Hammerwurf-Cup ist ein Wettbewerb, der in Deutschland seinesgleichen sucht", schwärmt er. So viele talentierte Hammerwerfer in diesen Altersklassen kämen sonst nirgendwo zusammen. "Der Cup hat einen höheren Stellenwert als so manche Meisterschaft." Diesmal messen sich die Ostthüringer mit dem Wurf- und Laufteam des SV 1885 Teutschenthal. "Die haben einige sehr gute Werfer in ihren Reihen."

Den Pokal stiftet erneut die Chemiewerk Bad Köstritz GmbH. Lars Böttcher, der der Geschäftsleitung des Unternehmens angehört, sagt zum Hammerwurf-Cup: "Es ist uns wichtig, auch den Nachwuchs zu fördern. Schließlich wollen wir zum Werfertag Olympiasieger sehen und da gehört es auch dazu, die von morgen zu fördern."

Der Nachwuchs-Wettbewerb ist nämlich nur der Auftakt zu einem Tag ganz im Zeichen der Werfer. Ab 13.30 Uhr sind die besten Speer- und Diskuswerfer gefordert. Hans-Peter Bischoff, der mit seiner Firma Sportslive Bischoff und dem LAV ElstertalBad Köstritz die 21. Auflage des Werfertags organisiert, hat es auch in diesem Jahr geschafft, eine Olympiasiegerin an die Weiße Elster zu lotsen – die Überraschungssiegerin im Speerwerfen Sara Kolak aus Kroatien. "Wir hatten ein glückliches Händchen beim Zusammenstellen der Startlisten."

OTZ / Holger Zaumsegel / 23.08.16