OTZ/TLZ - Drehling wird zur Leopold-Sportstätte

Am Sonnabend fand in Bad Köstritz der symbolische Spatenstich für das neue Vereinshaus statt. Dafür schaute der Sponsor und Chemiewerk-Chef aus den USA vorbei und zeigte seine Verbundenheit zur Stadt. Im Hintergrund gewannen gerade die Bad Köstritzer D-Junioren gegen Zeulenroda mit 4 zu 1. Davor wurde am Sonnabend der symbolische Grundstein für die Zukunft des Bad Köstritzer Sportplatzes gelegt.

Sogar mit Tochter und Enkel kam dafür Kurt Leopold zum Bad Köstritzer Sportplatz Am Drehling. Der in den USA lebende Hauptgesellschafter des Chemiewerkes Bad Köstritz war zwar eigentlich wegen des 180. Jubiläums seines Werkes gekommen.

Doch da das Chemiewerk mit rund 200 000 Euro ein Drittel zum neuen Vereinshaus, oder wie es dann offiziell heißt: Ballsport- und Kegelzentrum, beisteuert, durfte der 73-Jährige an dem Tag gleich den ersten Spatenstich ausführen auch wenn der Bau erst nach Winterende starten soll. Die Gründe dafür: Ausschreibungen zum Jahresende hin seien gewöhnlich günstiger und der Bau soll so gelegt werden, dass möglichst wenig Störungen im Spielbetrieb auftreten, erklärte der Bad Köstritzer Bürgermeister Dietrich Heiland (CDU). Aus diesem Grund fehlten auf der Bautafel auch noch die Namen der Baufirmen.

"Die Unterstützung ist auch ein Zeichen meiner Verbundenheit mit Bad Köstritz", erklärte Leopold, der noch ein weiteres Unternehmen in Kalifornien besitzt und alle paar Monate in seinem Chemiewerk vorbei schaut. Leopold zeigte sich bei seinem ersten Besuch auf dem Bad Köstritzer Sportplatz auch beeindruckt vom schlechten Zustand des bisherigen Vereinshauses. Zu Ehren des Geldgebers wird dabei die Sportstätte am Drehling dann Kurt-Leopold-Sportstätte heißen. Das Geld "hätte unserer Haushalt auf absehbare Zeit nicht aufbringen können", betonte Bürgermeister Dietrich Heiland im Beisein von Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD), die schon vor einigen Wochen bei der Übergabe von 15 000 Euro aus Lottomitteln für die neuen Flutlichtmasten am Sportplatz vorbei schaute.

Bis zum Winter 2012 soll dann das neue Vereinsgebäude, das über Umkleiden und Duschen für bis zu vier Fußballmannschaften sowie über vier Bahnen für Sportkegler verfügen soll, spätestens stehen, sagte der Bürgermeister.

SV Elstertal-Vereinsvorsitzender Jürgen Winter hofft dabei schon auf eine Einweihung zum Start der Wintersaison und erinnerte daran, dass die Anstrengungen für den Neubau zehn Jahre dauerten. Viele Jahre seien dabei vergeblich Fördermittelanträge gestellt worden, ergänzte Gerd Börner, Vorsitzender des Vereins TSV Elstertal, zu dem die Abteilung Kegeln gehört.